Die Aufgabe

Seit Februar 2002 arbeite ich mit den Menschen in der Ark zusammen.

Nach einigem Zögern hatte ich mich dazu entschieden, allein dem Schulbereich in The Ark Unterstützung zukommen zu lassen. In der Tat ist es für die Kinder hier das Wesentliche, eine Schulbildung zu haben, um aus ihrem Lebenskreis herauszukommen.

Ich schrieb viele Briefe nach Deutschland und erzählte dort von den Kindern in der Ark. Viele unserer Freunde überwiesen Geld und ich besprach mit den Lehrern vor Ort was wir davon kaufen. Schulbücher, einen Kopierer, Taschenrechner, einen Lautsprecher waren einmalige Anschaffungen. Geld für Freizeiten wurde eingeteilt, denn es ist sehr wichtig, dass die Kinder einmal aus dem Lager herauskommen. Jeden Monat brauchte die Schule Papier, Kreide, Bleistifte, Kugelschreiber, Kleber, Zeichenmaterial und was halt ein Schüler sonst noch braucht, um lernen zu können.
Es wurden Daueraufträge eingerichtet und so konnten wir bald auf eine gesicherte Summe für den monatlichen Bedarf zurückgreifen. Daneben sind direkte Patenschaften ins Leben gerufen worden. Einige Kinder sind stolze Besitzer von Briefen und Fotos aus Deutschland. Ihr Selbstwertgefühl ist dadurch sehr gestiegen, denn endlich sind sie für jemanden wichtig, es kümmert sich jemand um sie.
Wichtig auch bei meiner Aufgabe war und ist das Reden mit den Erwachsenen. Manche von ihnen sind so am Ende und brauchen einfach mal ein Ohr zum Zuhören. Mit der sozialen Isolation geht leider zu oft eine Vereinsamung einher, die es schwer macht, neue Kontakte aufzunehmen.

Nachdem die Schule in der Ark die Anerkennung als „Independant School“ und die damit verbundene finanzielle Unterstützung erhalten hatte, konnten wir die Spendengelder auf andere Bereiche der Bildung ausdehnen.
Wir unterstützen in der Ark weiterhin die Schule finanziell, helfen aber auch gleichzeitig bei der Beschulung der Oberschüler.
Akademisch begabte Kinder der Klassen 10 bis 12 werden nun außerhalb der Ark an High Schools unterrichtet.
Im Jahr 2006 waren dies 31 Jungen und Mädchen.
Die Erfolge waren groß, unsere Kinder gaben den vollen Einsatz und nach dem ersten Jahr wurde unsere Vorgehensweise bestätigt.

Leider kostet diese Maßnahme eine Menge Geld: Schulgeld, Uniform, Verbrauchsmaterial, Bücher und der sehr teure Transport zu den Schulen verschlingen eine Menge Spendengelder aus Deutschland.
Dennoch sind wir froh, uns für diesen Weg entschieden zu haben. Diese Kinder sind es Wert, eine gute Schulbildung mit einem Erfolg versprechenden Abschluss angeboten zu bekommen. Sie werden damit einen offenen Weg in eine gesicherte Zukunft haben.

Die Finanzierung wird möglich durch engagierte Spender aus Deutschland und der Schweiz